Donnerstag, 15. Februar 2007

Ansichtssache(n)...

Nach gelegentlich doch recht kritischem Blick auf die hiesigen Verhaeltnisse, moechte ich zur allgemeinen Entspannung auch mal von den besonderen Reizen Thessaloniki's Bericht erstatten. Denn, es gibt SIE! Insofern muss ich meinen ersten "Post", in dem ich mich ueber den Charme der Stadt hermache, signifikant redigieren. Ich koennte jetzt viele Worte darueber verlieren, was genau gemeint ist. Da ich aber um die Konzentrationsfaehigkeit meiner Leserschaft weiss, ziehe ich es vor die Bilder fuer sich sprechen zu lassen.

Das Ergebnis entstand uebrigens - aus gegebenem Anlass - unter "spirituell-/virtueller Abstimmung" (so moechte ich es mal nennen) mit meiner Muse. Infolgedessen beschraenkt sich die zunaechst sehr umfangreiche bildliche Darstellung auf unverfaengliches Bildmaterial. Ich wuensche dennoch viel Vergnuegen ;-)


Bild: THESSALONIKI - Anmut und Grazie

Bild: THESSALONIKI - Festungsmauer

Bild: THESSALONIKI - Thermaischer Golf

Bild: THESSALONIKI - Ortteil: Wannsee

Bild: THESSALONIKI - south-end

Samstag, 10. Februar 2007

Von Bergfesten und Hausbesetzern

Jeder weiss: Zeit vergeht manchmal sehr, sehr langsam. Manchmal aber auch rasend schnell. Was meinen Aufenthalt hier betrifft kann ich ohne Uebertreibung sagen, dass dies auch fuer mich zutrifft. Was fuer eine beeindruckende Erkenntnis! Was ich aber eigentlich sagen wollte: Es ist Bergfest! Irgendwann in diesen Tagen habe ich ungefaehr die Haelfte des Sprachkurses erfolgreich absolviert. Nun koennte ich es damit bewenden lassen. Da ich jedoch so schoene Fotos gemacht habe, moechte ich die Gelegenheit nutzen und ein Worte zum griechischen Schul- bzw. Hochschulwesen sagen und dies mit ein paar Schnappschuessen unterlegen.

Meine erste neue Vokabel unmittelbar nach meiner Ankunft im Oktober war das schoene griechische Wort „Apergia“. Diese ungewollte Vokabeluebung resultierte aus der Tatsache, dass die griechischen Lehrer mal eben fuer schlappe 6 Wochen streikten! Man stelle sich den Aufschrei in Deutschland vor! Nach diesem recht ausgiebigen Streik trat in der Folge so manch andere Berufsgruppe ebenfalls in den Ausstand. Es vergeht eigentlich kaum eine Woche in der nicht irgendeiner streikt oder irgendetwas besetzt und somit den Arbeitsbetrieb lahm legt. Wir lernen: Das Streikwesen in Griechenland hat eine grosse Kultur. Da Studenten im allgemeinen kulturell besonders stark interessierte Menschen sind, dauert uebrigens das griechische Semester netto etwa halb so lange wie das in anderen europaeischen Staaten.

Bild: Kultur vor Studium


Bild: Hausbesetzerszene – Schichtwechsel


Bild: Aufmarsch zu Molotov’s Party (noch unvermummt)?!


Bild: „Halt’se fest!“ – Potenzielle Bombenlegerin?


Bild: Aprés Molotov Spass muss sein!


Dienstag, 30. Januar 2007

Das griechische System – Teil 3

UMZUG AUF GRIECHISCH – DIE FORTSETZUNG

Es gibt frohe Kunde zu berichten. Mein juristischer Beraterstab hat die Freigabe fuer die Veroeffentlichung der Fotostrecke erwirkt! Mit Auflagen natuerlich, wie sollte es anders sein. Die geringfuegigen Wohnungsmaengel, die noch anhaengig sind bzw. Gegenstand eines Verfahrens werden koennten, sind von einer Veroeffentlichung ausgenommen. Insgesamt doch ein zufriedenstellendes Zwischenergebnis, um dem Leser einen Eindruck vermitteln zu koennen, wie man so residiert. Bitt schoen!

Bilder: Schlafgemach, Studierzimmer, Salon, Kreativ- und Nassbereich

Besonders erfreulich ist uebrigens die Tatsache, dass ich seit dem Tag meiner Abreise in den Weihnachtsurlaub (!) ueber eine funktionsfaehige Heizung und Warmwasser verfuege. Hat insgesamt nur rund 6 Wochen gedauert! Die Netto-Arbeitszeit, um die genannten Systeme in Gang zu setzen, betrug handgestoppte 27 Minuten. Die restlichen 239 Stunden und 33 Minuten (bei einer unterstellten 40 Stunden-Woche) wurden im wesentlichen damit verbracht, dass geschaetzte 10 Personen (Gasversorger, Vermieter, Klemptner, Heizungsmechaniker, Heizungsinstallateur, Dolmetscher, ...) ohne messbares Ergebnis miteinander telefonierten und dabei unglaublich viele Worte wechselten. Der Einbau eines Thermostats konnte leider nicht realisiert werden, was zur Folge hat, dass ich derzeit ueber ein digitales Heizungssystem verfuege (AN = ca. 45 Grad; AUS = ca. 10 Grad Innenraumtemperatur). Mehr sage ich dazu jetzt nicht! Hier wuerde sich wieder der Hinweis auf die olympischen Spielstaetten anbieten... Etsi inne stin Ellada!

PS: Eine Fortsetzung der beliebten Reihe koennte in Baelde folgen. Dann vielleicht mit ein paar netten Anekdoten ueber den 18-jaehrigen Techno-Fan, der ueber mir wohnt! Irgendwas ist immer!

Dienstag, 16. Januar 2007

"Frohes Neues" oder "Viele Jahre"?

Urlaub muss sein! Dies trifft im besonderen Masse fuer Menschen zu, die geistig wie koerperlich tagtaeglich extrem gefordert sind. D.h. fuer Studenten. So habe auch ich mir eine etwas laengere Pause gegoennt und bin in ein Land gereist, dass es mir nur schwerlich ermoeglichte den "blog" auf Stand zu halten - nach Deutschland. Da aber ohnehin zwischenzeitlich wenig passierte hat niemand was verpasst.

Wie dem auch sei. Allen treuen Lesern sei ein frohes Neues gewuenscht! Oder wie der Grieche sagt: Chronia Polla (= Viele Jahre). Uebrigens eine sehr nuetzliche Redewendung, kann man Sie doch sehr universell einsetzen. Will sagen: Herzlichen Glueckwunsch zum Geburtstag, Frohe Weihnachten, Frohes Neues Jahr, Guten Tag, Auf Wiedersehen, Guten Appetit, Verp... (Mach dich weg) usw. usw... ;-)


Bild: Griechischer Christbaumschmuck

Sonntag, 3. Dezember 2006

Der griechische Wettergott

Wenn man sich fuer einen laengeren Aufenthalt im Sueden Europas entscheidet, ist die Vorfreude auf Eines besonders gross – das Wetter! Sommer, Sonne, Strand und Meer, vielfach besungen, wer mag das nicht? Fuer Viele die eigentliche Motivation. Diese Gedanken schwirrten selbstverstaendlich bei der Reiseplanung auch in meinem Kopf herum. Da ich jedoch eine „ernsthafte Mission“ verfolgen wollte, schien es mir ratsam, die potenziell ablenkenden Einfluesse zu minimieren. Ich entschied mich daher fuer den Zeitraum von Oktober bis Mai (Die punktgenaue zeitliche Uebereinstimmung des Kursangebots hiesiger Spracheinrichtungen ist eher zufaellig!).

Doch nun zu den Fakten. Bis dato, also die Monate Oktober und November, geschaetze 85% Sonnenscheindauer (selbstverstaendlich um Abend- und Nachtstunden bereinigt). Es laesst sich also aushalten. Letzter Badetag im Meer war der 30. Oktober. Es war aber kein Warmbadetag!

Bilder „Viele Dinge sind anders – zum Glueck auch das Wetter!“

Es geht aber auch anders. So war vor allem die Terminierung einer relativ spontanen Rundreise im Grossraum Makedonien etwas ungluecklich! Es war der Tag an dem in weiten Teilen des Landes Katastrophenalarm, wegen sintflutartiger Regenfaelle, ausgerufen wurde. Bad Luck! Besonders unangenehm war jedoch die Tatsache, dass ausgerechnet an diesem Tage, bei dieser Ausfahrt die Scheibenwischermechanik meines etwas betagten treuen Weggefaehrten ihre Funktionsfaehigkeit einstellte. Und zwar puenktlich zur Daemmerung! Wer schon einmal auf abgelegenen griechischen Landstrassen unterwegs war, kann erahnen was dies fuer Konsequenzen mit sich bringen musste. Begriffe wie „Strassenbeleuchtung“, „Fahrbahnbelag“ oder gar „Fahrbahnmarkierung“ sind im „wahren“ Griechenland wenig bekannt. Der zweite Teil des Ausflugs war demzufolge vor allem darauf ausgerichtet, lebend daheim anzukommen. Was am Ende haengen bleiben wird, ist die Entzueckung, die mir widerfuhr, als mir Fahrzeuge mit ausgezeichnet funktionierender Beleuchtungseinrichtung, entgegenkamen. Ein erster Vorgeschmack auf die Weihnachtszeit…

Bild „Open-Air Konzert und Weihnachtsmarkt – der Breitengrad machts moeglich!“